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Alexandra Wechtl

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29/06/2022

Es lebe der Sport!

Metaphern erleichtern das Leben

Es lebe der Sport

Wer den sportlichen Titel dieses Blogartikels ebenso wie ich singen muss und es durch die Zeilen „er ist gesund und macht uns hort“ ergänzt, der ist in exakt der richtigen Stimmung für diesen Beitrag. Es geht um Kraft und Schwung und auch ein wenig um Alt und Jung. Vor allem aber um die Metapher Sport im beruflichen Kontext.

Sport als Verbindung und Metapher

Während Reinhard Fendrichs „Es lebe der Sport“ darauf abzielt, die unsportlichen Massen vor den Fernsehgeräten zu thematisieren, beleuchten wir den positiven Teilaspekt dieses Phänomens: nämlich die Begeisterung für den Sport. Das Mitfiebern, die Aufregung, das Adrenalin. Begleiterscheinungen, die uns tief in uns drinnen auf wundersame Weise verbinden. Es entsteht ein Wir-Gefühl, wie wir es sonst kaum in so kurzer Zeit und mit so vielen anderen Menschen empfinden können.

Wenn nun etwas so Großartiges wie der Sport uns so einfach miteinander verbindet und uns leidenschaftlich für eine Sache kämpfen lässt, warum nützen wir das dann nicht auch für berufliche Ziele? Warum integrieren wir Sport nicht einfach in unseren beruflichen Alltag? Das muss nicht einmal aktiv körperlich sein, es reicht die Metapher des Sports. Wie das geht?

Spiel, Satz, Sieg

In diesen drei Worten steckt eine der wichtigsten Erkenntnisse, wenn man Sport für den beruflichen Kontext nützen möchte.

  • SPIEL: Gehen Sie es spielerisch an.
  • SATZ: Stecken Sie sich realistische Etappen – eines nach dem anderen.
  • SIEG: Erklären Sie den Sieg als Ziel! Sie feiern schließlich keinen Kindergeburtstag, wo dabei sein alles ist.

 

Teamsport am Arbeitsplatz

Die meisten Teams in Unternehmen werden immer noch sich selbst überlassen. Obwohl sie, ähnlich wie zum Beispiel eine Fußballmannschaft, ihre Performance abliefern müssen. Sie verfolgen eine Strategie, füllen ihren Platz gut aus und treiben ein Projekt effizient voran – quasi Tiki-Taka in Richtung Projektabgabe. Am Ende sollen sie gewinnen und das am besten in der regulären Zeit, um Ressourcen nicht unnötig zu verschwenden. Es stellt sich nun die Frage: Wenn das Team ohnehin etwas Vergleichbares tut, wie kann man nun auch die Begeisterung in die Abteilung bringen, ohne das Spiel real zu spielen?

Ganz einfach. Sie nützen die Kraft der Metapher.

Denn die Metapher (griech. metaphorá von metà phérein = anderswohin tragen) überträgt die eigentliche Bedeutung auf einen anderen Kontext. Dieses Stilmittel hilft beim intuitiven Erfassen, was soviel bedeutet wie: „Wir spüren die Botschaft, die uns vermittelt werden soll.“ Warum ist das so? Weil Metaphern nichts anderes als Geschichten sind, zu denen wir bereits einen Bezugsrahmen aufgebaut haben. Nützen wir nun einen positiven Bezugsrahmen und legen ihn auf eine andere Sache, entsteht eine Art Imagetransfer.

 

Anleitung für Ihren ersten Trainer*innen Job

1. Wählen Sie einen Teamsport

Sie können jede Teamsportart wählen. Am besten eine, die Sie selbst begeistert. Wenn Sie die Sportart nicht nur als Metapher wählen, sondern tatsächlich auch spielen wollen, dann eignet sich natürlich etwas, das alle schon können oder das sehr einfach zu erlernen ist.

2. Analysieren Sie die Abläufe

Um die Metapher auf den beruflichen Alltag praxisrelevant umlegen zu können, analysieren Sie die internen Abläufe Ihrer Abteilungen und Projekte und auch die spielerischen Abläufe des Teamsports. Als Beispiel: Es gibt im Fußball kurze Pässe, lange Pässe, Flanken, Corner, Freistöße usw. In Ihrem Team könnte es zum Beispiel zwischen zwei oder drei Mitgliedern nur kurze Pässe geben, wenn diese aber nicht exakt ausgeführt werden, gerät das ganze Projekt permanent ins Stocken und Holpern. Es kommt schon hier kein richtiges Spiel zusammen. Die weiten Pässe sind dann oft Schüsse ins nirgendwo, in der Hoffnung, dass irgendjemand die E-Mail schon bearbeiten wird.

3. Machen Sie eine Teamaufstellung

Skizzieren Sie Ihr Team auf einen Zettel oder nützen Sie einen Raum, um die Personen in echt zueinander in Position zu stellen. Sie werden staunen, welches Bild entsteht, wenn alle auf einem Feld stehen und gemeinsam in eine Richtung schauen. Tauschen Sie auch durchaus die Plätze. Versuchen Sie unterschiedliche Varianten. Am Ende sollte jede Person dort stehen, wo sie ihre Fähigkeiten und Qualifikationen, Talente und Stärken am besten einsetzen kann und wo sie dem Team am dienlichsten ist.

4. Bestimmen Sie die Regeln

Regeln geben Orientierung und Sicherheit. Schaffen Sie möglichst viel Verständnis für die Regeln in Ihrem Team. Denn je besser sie verstanden und angenommen werden, desto leichter und einfacher wird es für alle. Sie können diese Regeln durchaus so formulieren, wie sie in einem Regelwerk im Sport stehen würden. Beispiel:

  • „Die Unternehmensphilosophie gibt vor, dass bei Terminen mit allen Kunden eine Businesskleidung zu tragen ist.“ Analog beim Fußball – keiner kommt ohne entsprechende Adjustierung zum Spiel, egal ob in einem Abstiegskampf der 3. Liga oder im Finale der Champions League.
  • „Es ist wichtig, dass Timings eingehalten werden.“ Analog im Sport – ein zu früher oder zu später Pass ist nicht gut, dieser kann sogar spielentscheidend sein.

5. Leben Sie die Begeisterung

Wenn Sie Ihren Job und Ihre Sport-Metapher lieben, dann kann nichts schief gehen. Zeigen Sie ihre Begeisterung, leben Sie es vor und Sie werden viele Alltagshürden sportlicher nehmen.

6. Wachsen Sie mit Niederlagen

In Unternehmen spricht man von Fehlerkultur, vor der viele zurückschrecken. Im Sport ist es völlig normal, nach einer Niederlage jedes noch so kleine Detail zu analysieren und zu schauen, an welchen Schrauben man drehen kann, damit die Leistung gesteigert wird. Wenn der Spirit im Team stimmt und Sie die Führung haben, dann sind Niederlagen und Fehleranalysen die Momente, in denen ein Team (zusammen) wächst. Gelingt dies auf Dauer nicht, sollte man, genau wie im Sport, an einen Wechsel bei den Spieler*innen und/oder Trainer*innen denken.

 

Mein Tipp

Beginnen Sie gleich heute spielerischer an die Dinge heran zu gehen. Das bedeutet nicht, dass dabei der Ernst der Sache verloren geht. Im Gegenteil: Es geht lediglich die Schwere verloren und das wiederum bedeutet, man gewinnt an Kraft und Schwung. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in einem jungen, dynamischen Startup arbeiten oder in einer verstaatlichten Konzernstruktur. Der Sport ist beliebt bei Alt und Jung! Machen Sie sich das zu Nutze.

#highperformance #teamsport #levelup #metaphern #sport #teamsport

 

Eine musikalische Metapher für den beruflichen Alltag gibt es im Blogartikel Harmonie und schräge Töne.

Alexandra Wechtl

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29/06/2022

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